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Die
romanische Krippe
Die Romanik ist die erste europäische Kunstepoche seit dem Ende der
Antike mit dem Untergang Roms im
6. Jahrhundert.
Werke der Romanik zeichnen sich vor allem durch einen geringen
Naturalismus und einem hohen Symbolismus aus.
Die romanischen Krippenfiguren zeigen Einflüsse aus der
byzantinischen und frühchristlichen Kunst.
Die Kopflänge der geschnitzten Hirten macht oft nur 1/5 der
Körperlänge aus.
Die Krippenfiguren
wirken dadurch gedrungen und in ihrer Komposition eher naiv.
Wenn man die Behandlung der Haare und des weichen, fließenden
Faltenwurfs betrachtet, kann man davon
ausgehen, dass die romanische Skulptur von sehr tüchtigen
Holzschnitzern erarbeitet wurde.
Das Verhältnis des menschlichen Körpers war noch nicht so
verinnerlicht und der Bildhauer war auf
sein kindliches Gefühl angewiesen.
Gerade dieser Umstand macht den großen Reiz der romanischen
Krippenfiguren für den heutigen
Betrachter aus.
Die Figuren und Szenen der Romanischen Krippe sind von hoher
Lebendigkeit und Lebensfülle und
ihre Formensprache ist unverwechselbar.
Um diese Einzigartigkeit zu unterstreichen werden die Krippenfiguren
aus zähem und spröden
Eschenholz geschnitzt.
Die starke Maserung dieses Hartholzes
unterstreicht den weichen Fluss
des Faltenwurfs und gibt darüber hinaus jeder einzelne Figur ein
besonderes Aussehen.
Um den besonderen Charakter dieser Krippenfiguren weiters
hervorzuheben, wird die Fassung mit zarten,
durchscheinenden Wasserfarben ausgeführt. Den Abschluss bildet eine
Schutzschicht aus Wachs. |